Teil eines Werkes 
2. Band (1876) Novellen
Entstehung
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ihr Zwerg den Pelz und Schleier, welchen ſie geſtern getragen hatte, auf dem Arme trug.

Liebe Lina, rief ſie, das Mädchen ſtürmiſch umarmend,der Fürſt hat mir Alles geſagt, Sie opfert ſich für uns, gute Seele, nun, der Himmel wird es Ihr lohnen, damit aber jeder Zweifel ſchwin⸗ det, muß Sie meinen Pelz und Schleier nehmen, wenn Sie zur Audienz geht.

Und wenn die Kaiſerin mich fragt, wie ich zu der Pracht komme? meinte Lina.

So ſagt Sie, es iſt ein Geſchenk der Signora Diana di Pompili, erwiderte die Primadonna,denn ich bin gekommen, Sie zu bitten, daß Sie den Pelz von mir annimmt.

Aber Signora, Sie ſind zu gütig, deprecirte Lina.

Und auch dies Diana zog ein Etui hervor und reichte es dem Mädchen, das es verlegen öffnete, und als es ihr daraus entgegenblitzte, beinahe erſchrak.

Diamanten! ſtammelte ſie,das iſt ja zu viel.

Sie verdient mehr, als ich Ihr geben kann, erwiderte die Primadonna,ich bitte Sie aber, mit dem Wenigen zufrieden zu ſein und Ihre aufrichtige Freundin nicht zu vergeſſen.

Es ſchlug vom Stefansthurme halb zehn Uhr.