„Nun, ſehen Sie wie Sie hinauskommen, Herr Präſident!“ rief Lina.
„Ich eile jetzt, liebe Kleine“, flüſterte der in Angſt ſchweiß gebadete Keuſchheitsminiſter, ihr eine Kußhand zuwerfend,„aber ich komme wieder und werde mich Ihr dankbar zeigen, Adieu, Adieu!“.
Als endlich auch er die Treppe hinabpolterte, be⸗ gann der Lieutenant im Waondſchrank Spectakel zu machen.
„Gleich, gleich“, rief Lina, während ſie lachend ihren Anbeter in Freiheit ſetzte,„nun aber fort, ſo ſchnell Dich Deine Füße tragen, Levpold.“
Der Offizier ſchlang ſeinen Arm um die Geliebte und ſchloß ihr mit einem herzhaften Kuß den Mund, dann ſchritt er, ohne ſich beſonders zu beeilen, ſporen klirrend die Treppe hinab.
Vor dem Thore ergriff unerwartet eine hohe, dichtverſchleierte Dame in einem dunklen Mantel ſeinen. Arm.
„Halt mein Herr, gedulde Er ſich“, ſagte ſie feſt, ja gebieteriſch.
„Womit kann ich dienen?“ erwiderte der Lieutenant.
„Ich will ſeinen Namen wiſſen, mein Herr.“
„Meinen Namen? das iſt recht ſpaßhaft, meine Gnädige“, ſprach Planta, ſeinen Schnurrbart drehend.
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