liefern wir die Schlacht, Herzog?“ begann er— „jeder Tag, den wir verlieren, macht den Erfolg un⸗ gewiſſer.“
„Wir ſind leider noch nicht ſo weit, Hoheit“, entgegnete Marlborough, indem er den Prinzen unter den Arm nahm und, ſich von ſeinem Stabe entfer⸗ nend, mit ihm in der nächſten Zeltgaſſe auf und ab ging.„Sie wiſſen, wie abhängig wir von unſern Unterbefehlshabern ſind, wir haben dies im Feldzuge von 1702 in den Niederlanden erfahren. Es iſt ſchwer zu befehlen, wenn Niemand gehorcht. Ein Erfolg iſt nur dann möglich, wenn alle meine Generale für die Schlacht ſtimmen.“
„Wer iſt ſo wahnſinnig, ſich gegen dieſelbe aus⸗ zuſprechen?“ entgegnete Eugen.
„Der Prinz von Baden.“
„Dann ſchicken Sie ihn fort oder ſtellen Sie ihn vor ein Kriegsgericht.“
„So weit reichen meine Vollmachten nicht.“
„Mir ſcheint doch, daß dieſelben ſehr dehnbar ſind“, ſprach Eugen mit der ihm eigenthümlichen Schärfe der Betonung,„denn ſie haben Ihnen geſtat⸗ tet, zuerſt mit dem Kurfürſten und eben jetzt mit Tal⸗ lard zu unterhandeln.“
Der Herzog biß ſich auf die Lippe.„Sie ſchei⸗


