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Zelt und nahm ihm die Binde ab. Kaum hatte ſich der engliſche Offizier, welcher ihm das Geleite ge⸗ geben, entfernt, ſo eilte Marlborough ſeinem ritter⸗ lichen Gegner entgegen und ſtreckte ihm beide Händ hin.
„Willkommen Marſchall“, rief er,„was bringen Sie Gutes?“
Tallard, einer jener glänzenden franzöſiſchen Offi⸗ ziere aus der Zeit Ludwig's XIV., in einer Perſon der tapfere Soldat, der feine Hofmann und der kunſt⸗ liebende Schöngeiſt, erwiderte die Begrüßung eben ſo liebenswürdig.„Ich bringe das Beſte was ich brin⸗ gen kann, den Frieden.“
„Hat Ihr König Ihnen Vollmacht ertheilt, auf einer beſtimmten Baſis mit uns zu unterhandeln?“ fragte Marlborough.
„Noch nicht, aber er hat mich beauftragt, Ihnen einen Waffenſtillſtand anzubieten, welcher, wie ich glaube, nur ein Vorbote des Friedens ſein kann und vor allem dem Prinzen Eugen willkommen ſein dürfte, welcher ſich bei Höchſtädt in einer vorgeſchobenen und gefährlichen Poſition befindet.“
„Ich theile Ihre Anſicht nicht, Herr Marſchall“, erwiderte der Herzog,„vielleicht nur deshalb, weil ich mir einbilde, Ihren König beſſer zu kennen als Sie


