Teil eines Werkes 
2. Band (1876) Novellen
Entstehung
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die feindlichen Linien werde paſſiren können, und da bin ich alſo, um Sie zu bewegen, Herzog, ſich auf Umwegen, ſo raſch als nur möglich mit uns zu ver⸗ einigen und dem Marſchall eine Schlacht zu liefern.

Erklären Sie mir vor Allem, Gräfin, was den ſonſt ſo vorſichtigen Prinzen von Savohen beſtimmt hat, ſich von dem Feinde einholen zu laſſen und mit nur 18,000 Mann den mehr als dreifach überlegenen Tallard zum Kampfe herauszufordern.

Die Ehre, Herzog, gab die reizende Frau leb⸗ haft zur Antwort,die Ehre unſerer Waffen und des deutſchen Vaterlandes. Der Feind ſoll nicht ungeſtraft den Fuß auf deutſche Erde ſetzen dürfen. Ein Rückzug in dieſem Augenblicke hieße nicht Vorſicht, ſondern Feigheit und Schmach, und die Chre iſt unter allen Umſtänden mehr als der Erfolg. Dies ſind die Er⸗ wägungen, welche den Prinzen Eugen beſtimmt haben, bei Höchſtädt Halt zu machen. Da er aber ſeine Kräfte durchaus nicht überſchätzt, ſo hofft er, daß Sie ſich beeilen werden, Ihre Armee mit der ſeinen zu vereinigen und iſt bereit, Ihnen den Oberbefehl und den Ruhm des Sieges ungeſchmälert zu überlaſſen.

Ich erkenne in dieſem Angebot den edlen Cha⸗ rakter des Prinzen, dem es nie um perſönliche Vor⸗ theile, ſondern ſtets nur um das allgemeine Wohl zu