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Augen der Gräfin ſprachen der Schäferidylle Hohn und ſchienen vielmehr anmuthige Geſchichten zu erzählen im Stile des Dekamerone. Der Königin des bunten Kreiſes zunächſt bemerkte man Lady Townshend, eine hohe ſchlanke Dame mit blondem Seidenhaar und blauen Sammtaugen, und die Gräfin Tarier, eine kleine, in⸗ triguante, ewig ſprudelnde Franzöſin, welche nur dann keine Mediſance auf der Zunge hatte, wenn ihr kleiner rother Mund, wie eben jetzt, mit Confekt gefüllt war. Die merkwürdigſte Erſcheinung war indeß die manns⸗ große, ſtarkknochige Freifrau von Willſtorf, welche in ihren ſchweren großgeblümten Roben gleich einer hol⸗ ländiſchen Fregatte mit feierlicher Langſamkeit einher⸗ rauſchte, während ihre tiefe Mannesſtimme an die Trom⸗ pete Joſua's mahnte, und dabei doch überzeugt war, daß die geſammte galante und ungalante Männerwelt beider Heerlager liebentbrannt zu ihren, Füßen liege, von denen der malitiöſe Lord Campbell behauptete, daß ihr feſter Tritt Feſtungen einſtürzen und Todte in ihren Gräbern erwecken könne. Die reſolute Dame führte eben kräftig das Wort und verſuchte die franzöſiſchen Offiziere davon zu überzeugen, daß die Lage ihres Heeres keine günſtige ſei, Prinz Eugen rücke heran und die von den Alliirten belagerte Feſtung Ingolſtadt ſei dem Falle nahe.


