Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
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nach unumſchränkter Herrſchaft. Und wenn ich Bil⸗ dung, Freiheit erſt zertreten müßte, um zu herrſchen, ich zweifle keinen Augenblick, daß ich es thäte und ohne Bedenken. In dieſem Reiche aber hat mein Wille keine Schranken, ich kann hier gebieten, wie ein Alex⸗ ander, jede meiner Launen ſättigen, wie ein Nero, und für die Menſchheit wirken, wie ein Philoſoph. Die

Gegenwart iſt mein, die Zukunft kann ich neidlos mei⸗

nem Volke geben. Die„Semiramis des Nordens“ wie Voltaire mir ſchmeichelt, will ich nicht blos heißen, ſondern wahrhaftig ſein.

Glaube mir, man verzeiht uns Mächtigen der Erde unſere Laſter, aber keine Schwächen, und ſind meine Entwürfe nicht groß, nicht menſchlich genug, um ihnen manchen tollen Kopf zu opfern, manche Un⸗ menſchlichkeit zu vergeben?“

„Deine Politik überraſcht Europa“, erwiderte die Daſchkow,„Frankreich und Heſterreich ſehen ſich durch Dich getäuſcht, indem Du mit Friedrich dem Großen Hand in Hand gehſt. Die katholiſchen Mächte ſehen ſtaunend, wie Du die Diſſidenten in Polen offen zu beſchützen wagſt, wie Du dieſem unruhigen Volke in Poniatowski einen König giebſt, der Dein gekrönter Sklave iſt.“

„Muth iſt Alles, Katinka. Ich habe den Muth,