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„Das iſt mein Ernſt, Madame, und jetzt laſſen Sie uns unſere Pflicht erfüllen.“
Er begann wieder den Drillmeiſter zu ſpielen, während Katharina ihre Promenade fortſetzte.
An demſelben Abende war die Kaiſerin eben da⸗ mit beſchäftigt, ſich Voiltaire's Pucelle von der Fürſtin Daſchkow vorleſen zu laſſen, als Peter III., die kleine Thonpfeife im Munde, und von dem General Melgu⸗ row, der eine Soldatenflinte trug, gefolgt, eintrat.
„Laß jetzt einmal den franzöſiſchen Quatſch“, be⸗ gann der Kaiſer,„wir wollen exerciren.“
„Vortrefflich“, rief die Kaiſerin, der die Sache Spaß machte und ſprang lebhaft auf,„aber in dieſen Kleidern, das geht doch nicht.“
„Es wird ſchon gehen, wenn man einen tüchtigen Exercirmeiſter hat, für den mich ſogar der König von Preußen gelten läßt“, entgegnete der Kaiſer ſtolz.
„Und ich?“ rief die kleine muthwillige Fürſtin Daſchkow,„darf ich auch mitexerciren?“
„Gewiß, Prinzeſſin, wenn es Ihnen Vergnügen macht“, ſagte Peter III. geſchmeichelt,„aber aſſentiren kann ich Sie nicht, weil Sie das Militärmaß nicht haben.“
„Alſo eine zweite Flinte“, ſprach Katharina.
Der General beeilte ſich dieſelbe zu bringen und


