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„Ach! ich trage Ihre Feſſeln ohnehin mehr als mir lieb iſt“, erwiderte der Pole.
„Wer wird denn gleich ſeufzen?“ ſpottete ſie,„es gibt noch genug hübſche Mädchen auf der Welt. Ein Mann darf unter keinen Umſtänden den Kopf hängen laſſen.“
„Das thu' ich auch nicht“, ſprach Branizki,„ich habe mich nur in dieſe Einſamkeit geflüchtet, um auf Rache zu ſinnen.“
„An mir?“ fragte Natalie mit einem reizenden Lächeln.
„Nein— an Potemkin.“ Die beiden jungen Leute ritten jetzt neben einander der Gouvernementsſtadt zu.
„O! ich werde ihn lehren, ich werde ihn vernichten.“
„Ich bin neugierig, wie Sie das anfangen wol⸗ len“, fiel Natalie ein.
„Direkt nach Petersburg zur Czarin will ich mich begeben“, rief Branizki, deſſen Augen zornig funkelten. „Ich werde ihr über ihren Liebling die Augen öff⸗ nen, parole d'honmeur, ich werde ihr erzählen, wie dieſer Herr Potemkin die Krim erobert hat, welche ſchändliche Intriguen er ſpielen ließ, wie viel Blut er ohne Noth vergoß, ich werde ihr erzählen, wie er dem von den Türken abhängigen rechtmäßigen Khan dieſes Landes, Dewlet Gherai, in einem ſeiner Verwandten,


