Teil eines Werkes 
2. Band (1873)
Entstehung
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Händen auf die Kniee und lachte, daß ihm die Thrä⸗ nen in die Augen traten.

Weßhalb lachſt Du? fragte die Kaiſerin.

Was macht Dich ſo luſtig? forſchte die Gräfin.

Biſt Du von Sinnen? ſagte die Daſchkoff.

Nein, ich lache nur, rief der Burſche,es iſt auch zu ſpaßig, daß Ihr zwei ſo zufrieden ſeid mit meinem Schiedsſpruch, ſtatt das Maul zu verziehen. Ich dachte, die Beiden, welche den Apfel nicht bekom⸗ men, würden vor Zorn berſten, und Ihr freut Euch noch, ha! ha! ha! Er lachte wieder ſo, daß er ſich die Seite halten mußte.

Nun, was bekomme ich alſo jetzt von Euch für einen Lohn? fragte Nikolaus mit einigem Mißtrauen; ich habe das Meinige nach beſtem Wiſſen und Gewiſ⸗ ſen gethan, thut Ihr jetzt das Eure! Wo iſt der Schatz?

Du ſollſt ihn haben, ſprach die Kaiſerin,aber das geht nicht ſo raſch. Zuerſt mußt Du drei Tage und drei Nächte beten und faſten, und dann will ich Dich unterweiſen, wie Du den Schatz heben kannſt.

Nichts da, erwiderte der Hirte ärgerlich,zuerſt war vom Beten und Faſten keine Rede, ich will meinen Schatz auf der Stelle!

Aber es geht nicht ſo ohne Weiteres, beſchwich⸗ tigte die Daſchkoff.