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Augen, als er der drei himmliſchen Damen anſichtig wurde, und ſein Erſtaunen nahm noch zu, als ihm der Zweck ihrer Anweſenheit und ſeine Aufgabe erklärt wurde. Nun wetteiferten die Göttinnen, dem ſchafe⸗ hütenden Königsſohne ihre Vorzüge und Reize zu ex⸗ pliziren, er ließ ſich aber weder von Juno, noch von Minerva irre machen und reichte zuletzt knieend„der Schönſten der Schönen“, Venus, den Apfel.
Ungeheurer Jubel, Tuſch des Orcheſters, die kai⸗ ſerliche Komödie iſt zu Ende.
„Eine Komödie, nichts mehr“, ſagte die Czarin am nächſten Morgen bei ihrem Lever zu der Fürſtin Daſchkoff,„ein eingebildeter Triumph; wer bürgt mir dafür, daß nicht Alles, auch die Abſtimmung, Schein und Trug war? Ich will mein Urtheil des Paris im Ernſte haben und ich ruhe nicht, bis es mir gelungen iſt, die Szene vom Berge Ida in unſeren abſtrakten Tagen auf ruſſiſchem Boden zu wiederholen.“
„Ich zweifle nicht, Majeſtät, daß Sie Alles, was Sie wollen, auch auszuführen im Stande ſind“, erwiderte die Fürſtin,„aber es dürfte doch einige Schwierig⸗ keiten bieten, einen Mann zu finden, deſſen Geſchmack maßgebend ſein kann, und der zugleich nicht das ſchöne, gebietende Antlitz ſeiner Kaiſerin kennt.“


