Teil eines Werkes 
2. Band (1873)
Entstehung
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Dann brachen ſie alle zugleich in ein ſchallendes Gelächter aus.

„Wo denken Sie hin,“ ſagte endlich die Czarin, „das iſt ja unmöglich!“

„Aber es iſt das einzige richtige Koſtüm,“ ſagte der Gelehrte.

„Nun, ſo müſſen Sie mir ſelbſt etwas kombiniren,“ entſchied Katharina,„und auch den beiden anderen Damen.“

Bateux ſchlug hierauf das griechiſche Koſtüm vor und meinte, die einzelnen Göttinen ließen ſich genügend durch ihre Embleme, Venus durch ein Taubenpaar, Juno durch die Krone und den Pfau, Minerva durch Panzer, Helm und Lanze und die Eule charakteriſiren.

Die Kaiſerin ließ ſich Zeichnungen vorlegen, rief aber nach dem erſten Blick:„Wie? Wir ſollen ohne Puder im Haare erſcheinen? Bateux, Unmenſch, Sie wollen uns alſo gleich um zwanzig Jahre altern laſſen! Das iſt unausführbar!“

„Vergeben Majeſtät,“ erwiderte Bateux,„aber wir finden weder im Homer, noch Ovid oder Virgil, daß die griechiſchen Göttinnen, oder die römiſchen, gepudert waren.“

„Ah, Ihr Ovid und Homer ſind ja reine Barba⸗ ren!“ ſeufzte die Saltikoff.