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„Das Sujet iſt charmant, charmant!“ meckerte der alte Woronzow.
„Und die Verſe!“ ſchrie Graf Saltikoff.„Dieſe Jamben könnten den Neid eines Voltaire erregen!“
„Die Worte, welche der Liebesgöttin in den Mund ge⸗ legt werden, ſind geradezu unwiderſtehlich,“ liſpelte Fürſtin Lubina Mentſchikoff.
„Die Beſetzung der Rollen in dieſem Stücke,“ nahm Orloff von Neuem das Wort,„wird nicht, wie es bisher üblich war, durch Ihre Mäjeſtät die Kaiſerin, ſondern durch die hier verſammelten Damen und Herren erfolgen, und zwar ſo, daß die Wahl in keiner Weiſe und alſo am wenigſten auf die hier anweſenden Per⸗ ſonen beſchränkt iſt. Die Abſtimmung ſoll überdieß eine geheime bleiben und daher durch Stimmzettel er⸗ folgen“
Pagen vertheilten hierauf Papierſtreifen und Blei⸗ ſtifte an die Anweſenden.
„Die erſte Frage, welche ich an die Verſammlung richte,“ fuhr Orloff fort,„lautet: Wer iſt die ſchönſte Frau in Rußland? Die Dame, deren Name aus der Urne hervorgeht, ſoll die Venus darſtellen.“
Eine längere Pauſe entſtand; ein Jeber ſuchte ſo raſch als möglich ſeinen Papierſtreifen zu beſchreiben und in die Vaſe mit dem Urtheil des Paris zu werfen;


