aufſtand und, die Arme auf der Bruſt verſchränkt, im Gemache auf und ab ging.
„Und wenn Katharina Dich nicht von ſich läßt?“ fragte Frau von Ball ſchalkhaft.
„Sie wird mich ziehen laſſen.“
„Nein, ſag' ich Dir.“
„Dann werde ich fliehen.“
„Es iſt nicht zu glauben, Du wärſt im Stande Dein Glück mit Füßen zu treten“, rief die Schweſter, deren Herrſchſucht mit dem Zartgefühl des ſchönen Pa⸗ gen nichts gemein hatte.
„Ich habe einen Brief an die Czarin geſchrieben, in welchem ich ſie um meine Entlaſſung aus ihrem Dienſte und um Einreihung in die Armee bitte“, ent⸗ gegnete Moens.
Frau von Ball brach in ein lautes Gelächter aus.
„Lache nur“, fuhr Moens fort,„Dir mag es lächerlich erſcheinen, die Gunſt einer Monarchin, welche zugleich das ſchönſte Weib ihres weiten Reiches iſt, zu⸗ rückzuweiſen, aber ich bin noch nicht genug von der Hofluft verdorben, um zu begreifen, daß ich ohne Ge⸗ wiſſensbiſſe die Frau eines Andern, die Gemahlin mei⸗ nes Kaiſers lieben darf.“
„Wie moraliſch“, rief Frau von Ball noch immer lachend.„Laß mich alſo Deinen Brief leſen.“


