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Endlich war er fertig und konnte ihr in den Pa⸗ laſt folgen. Katharina, die ſonſt ſo kluge, kalte Frau, war unfähig ihre Bewegung zu verbergen, als Frau von Ball mit ihrem Bruder eintrat; flammende Röthe bedeckte ihre Wangen und ſtieg bis zu der gebieteriſchen Stirn empor, ihr Buſen flog heftig auf und ab und ihre Augen flammten dem Geliebten entgegen.
Es wurden nur wenige ceremonielle Worte ge⸗ wechſelt, dann entließ die Czarin ihren neuen Pagen mit einer leichten Handbewegung.
Von dieſem Augenblicke an blieb Moens de la Croix jedoch beinahe ununterbrochen in der Nähe Ka⸗ tharina's, freilich nie, ohne daß ſeine Schweſter Zeuge ihres Beiſammenſeins geweſen wäre. Um ihn zu ſehen, zu ſprechen, erfand die Czarin tauſend kleine Dienſt⸗ leiſtungen, denen ſich Moens mit einer Begeiſterung unterzog, welche nur aus wahrer Liebe zu ihr ent⸗ ſpringen konnte. Nicht zwei Wochen waren vergangen, und es konnte im Hauſe der Kaiſerin, am Hofe nichts geſchehen ohne den Pagen Moens und folglich ohne ſeine herrſchſüchtige Schweſter, welche die Zügel immer mehr an ſich riß und auf dieſe Weiſe bald Anlaß zur allgemeinen Unzufriedenheit gab; aber Katharina hörte nichts, wollte nichts hören. Sie war glücklich zum erſten Male in ihrem ſo reich bewegten Leben und


