P 3wei gute Freunde.
In einem mit herrlichen Gemälden niederländiſcher Künſtler geſchmückten und mit aſiatiſcher Pracht ein⸗ gerichteten Gemache des kaiſerlichen Palaſtes zu Peters⸗ burg ging der allmächtige Günſtling Peter des Großen, Fürſt Mentſchikoff, mit ſeinem Freunde Rumianzoff in vertraulichem Geſpräche auf und ab. Der Erſtere, ein ſtattlicher Mann mit hübſchem Geſicht, aber gemeinen Zügen, das Haar nach franzöſiſchem Schnitt und bis auf den volksthümlichen Schnurrbart glatt raſirt, trug die ruſſiſche Feldmarſchallsuniform, grün mit Gold. Sein helles Auge, aus welchem die ganze Schlauheit eines ruſſiſchen Bauers ſprach, war nicht im Stande, eine gewiſſe innere Freude zu verbergen, während er
mit vfficieller Trauer in Miene und Haltung die wich⸗ 1* ⸗


