die Pächterfrau, ihr jüngſtes Kind an der Bruſt, die andern trieben immer wieder die geretteten Kühe zu⸗ ſammen, welche ſich zu verlaufen drohten.
Der Gutsherr ließ die Zügel fallen, verſchränkte die Arme auf der Bruſt und ſtarrte ſtumm in den Qualm und die Verwüſtung. 6
Seitwärts ragte ein Pfahl, den die Flammen mcht erreicht hatten. An demſelben war ein grobes Blatt Papier angenagelt.
Der Pächter wies ſchweigend darauf hin. Sie kamen heran und laſen. Auf dem Blatte ſtand mit großen Buchſtaben:
„Hier hat Magaß, der Räuber, Gericht gehalten nach dem alten Recht.“
Nachmittags ſaß die Herrſchaft mit dem neuen Erzieher in der Epheulaube hinter dem Hauſe und dampfte bei ſtarkem ſchwarzem Kaffee geſchmuggelten ungariſchen Tabak, in kleinen graziöſen von Frau Celina verfertigten Cigaretten. In den Beeten ſtanden ringsum halbentblätterte Monatsroſen, Levkojen mit angefaulten Blättern, große Georginen in allen Far⸗ ben, und ein leichter Wind rollte von Zeit zu Zeit das dürre Laub des weitläufigen Parkes zuſammen.


