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Salizische Geschichten : Novellen / von Sacher-Masoch
Entstehung
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Man ſetzte ſich, Frau Celina machte in liebens⸗ würdigſter Weiſe die Wirthin.

Aber die Kinder! meinte Herr Adam.

Ich werde ſie gleich vorſtellen.

Die Gutsfrau flog aus dem Zimmer und kehrte mit einem kleinen blöden Mädchen und einem halb⸗ wilden Buben von etwa zehn Jahren zurück, der ſeinen künftigen Erzieher mit lebhaften ſchwarzen Augen an⸗ glotzte.

Da haben Sie meine Iſidora und hier meinen Jaſiu, Ihren Zögling; küſſet doch dem hochwürdigen Herrn die Hand.

Es geſchah mit großer Verlegenheit, der junge Geiſtliche ſchloß aber beide Kinder raſch in ſeine Arme, küßte ſie und ließ gleich den Jaſiu auf ſeinem Knie reiten. Bald fühlten ſich alle recht behaglich. Die Herrin zündete eine neue Cigarre an, dampfte nachläſſig vor ſich hin und beobachtete den Hochwürdigen. Das war ein echter polniſcher Geiſtlicher, kaum zwanzig Jahre alt, er hatte eben die erſten Weihen empfangen, ſchlank und hübſch, mit feinem blonden Haare, einem etwas kindlichen rothbäckigen Geſichte, kleiner Naſe, klugen grauen Augen, guten Zähnen, leichtem Goldflaum auf den ſtark aufgeworfenen Lippen. Sehr elegant, fein gekeidet, mit vornehmen Manieren, ariſtokratiſchem