Teil eines Werkes 
2. Theil (1848)
Entstehung
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Mathias erſtarrte.

Und was iſt aus dem jungen Maͤdchen geworden, welches bei ihr war? fragte er mit bebender Stimme und horchte athemlos der Antwort, die ihm Erloͤſung von der hoͤchſten Seelenangſt oder das Todesurtheil brin⸗ gen mußte.

Ha! meint Ihr des Kloſtermeiers Geliebte? Na, das liederliche Dirnel iſt ja ſchon vor drei Monaten in Priſon geſtorben und liegt in Muͤnchen auf dem Armen⸗ ſuͤnderkirchhofe.

Damit ſchloß ſich klirrend das Fenſter. Mathias aber brach mit einem dumpfen Schrei zuſammen und ſank bewußtlos in die Arme jener beiden Maͤnner, welche ihm auf der Ferſe gefolgt waren.

Gott ſteh mir bei, ich glaub', der Schlag hat

ihn geruͤhrt! fluͤſterte der Eine und legte ſeine breite

Hand auf Mathias Bruſt.S⸗ Herz ſteht wahrhaftig ſtockſtill.

S' iſt'ne Ohnmacht, Gaͤrtner! war die Ant⸗ wort des Andern, der eine Feldflaſche aus der Taſche zog und ſie Mathias an die feſtgeſchloſſenen Lippen ſetzte. Siehſt Du, die Alteration war zu groß, und ich bin uͤberzeugt, wenn er wieder zu ſich kommt, iſt er gegen die Menſchen, wo nicht gar gegen den lieben Herrgott ſo ergrimmt, daß er mit Freuden der Unſrige wird.

Mag ſein, ſchwarzer Bock! Indeß bedenk' nur, der Kloſtermeier war blos'n Wildſchuͤtz, wir aber ſind