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in den Wimpern zu zerdruͤcken beim Anblick der armen Gertrud, die dem Uebermaße des Jammers zu unterliegen ſchien. Nicht achtend auf die freundliche Zuſprache deſſen, der ſie zu ſchuͤtzen und uͤber ſie zu wachen in die Haͤnde des Todten gelobt hatte, verweilte ſie an der Trauer⸗ ſtaͤtte, bis ein leichter Huͤgel ſich emporthuͤrmte, uͤber den ſie ſich hinwarf und das Erdreich mit ihren heißen Thraͤnen tränkte. Dann ging ſie tiefer in den Wald hinein, wo zwiſchen den knorrigen Baumwurzeln und aus dunkler Moosdecke die praͤchtigſten Blumen empor⸗ ſproſſen; die grub ſie ſorgfaͤltig aus und pflanzte ſie auf des Vaters Grab. Zwiſchen ihnen erhob ſich am andern Tage ein von Bollinger gefertigtes einfaches hoͤlzernes Kreuz und friſcher uͤppiger Raſen umgruͤnte bald das einſame Plaͤtzchen, an welchem Gertrud noch lange, lange nachher einen großen Theil des Tages traͤumeriſch und in inniger Trauer zubrachte.
Doch war es nicht ſie allein, welche Gram und Leid zu Boden druͤckten, auch ein andrer Bewohner des ſtillen Waldaſyles trug eine ſchwere Laſt mit ſich im Herzen herum und grollte feindſelig bitter dem launiſchen Schickſale und der ganzen Menſchheit. Andreas fuhlte ſich von jenem Augenblicke an, wo er nach ſeiner gluͤck⸗ lich bewerkſtelligten Flucht den Verluſt jenes fuͤr ihn ſo unendlich wichtigen Dokumentes entdeckte, zu Boden ge⸗ ſchmettert und der Verzweiflung Preis gegeben. Welcher Hohn lag darin, daß das Verhaͤngniß ihm erſt den Be⸗ ſiz eines Talismans verſchaffte, der ihn plötzlich groß


