einer Lerche und melancholiſch drang das Rauſchen des Waldes wie ferner Orgelklang heruͤber.
Porkheimer wendete ſein bleiches Antlitz dem freund⸗ lichen Lichte zu. Ein mildes Lächeln gruͤßte die Sonne⸗ die er zum letzten Male ſinken ſah; ſeine Hände falteten ſich und ein fluͤſterndes Gebet ſendete er hinauf zu Gott, deſſen Friedensbote unſichtbar an ſeiner Seite ſtand und die ſchnell verrinnenden Sandkoͤrner zählte.
„Gertrud, mein Kind!“
Gertrud, deren Haupt matt und faſt bewußtlos an der Bruſt des Vaters ruhte, blickte auf und empfing ſeinen Scheideblick. Lange und innig ſchaute er ſie an, ſeine Lippen bewegten ſich wie zu einem letzten Segens⸗ wunſche— dann ſank er ploͤtzlich zuruͤck— und als Mathias ſeine Hand pruͤfend auf des Greiſes Herz legte, hatte dieſes aufgehoͤrt zu ſchlagen.— Er war todt!
Als Gertrud die Gewißheit ihres ſchrecklichen Ver⸗ luſtes erkannte, ſank ſie ohnmaͤchtig zuſammen. Mathias trug ſie auf einen Seſſel, dann knieete er neben das Sterbelager nieder und betete fuͤr das Heil der abge⸗ ſchiedenen Seele


