Teil eines Werkes 
1. Theil (1848)
Entstehung
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Der Graf hatte dieſe inhaltſchweren Zeilen laut ge⸗ leſen und ſtarrte noch lange auf das Dokument, als wolle er jedes Wort ſich tief in's Gedaͤchtniß prägen. Dann faltete er es bedaͤchtig wieder zuſammen und blickte raſch im Zimmer umher, ob er auch unbelauſcht ſei, denn es deuchte ihm, als habe er ein leiſes Geraͤuſch vernom⸗ men.Welch ein Fund! welch ein unſchätzbarer

Fund! murmelte er vor ſich hindie Haͤlfte meines Vermoͤgens wiegt ihn nicht auf. Ich zittere, wenn ich

daran denke, wie elend dieſes Papier mich gemacht haben wuͤrde, wenn er es entdeckt haͤtte, in deſſen Beſitz es war und der es mir ſelbſt, freilich ohne ſein Wiſſen, in's Haus brachte. Meine Tochter waͤre eine Bettlerin ge⸗ worden, und ich hätte umſonſt ſechs qualvolle Jahre fuͤr ihr Gluͤck geopfert! Er hielt inne und ruͤckte den Arm⸗ leuchter noch naͤher heran.Aber wie? es exiſtirt noch ein Duplikat! fuhr er ploͤtzlich auf und erbleichte. Gerechter Himmel! das Schwerdt des Damokles ſchwebt

uͤber meinem Haupte, ſo lange dieſes verd Dillinger

Kirchenbuch nicht in meinen Haͤnden iſt. Sobald der Tag graut, reiſe ich hinuͤber und nicht eher ruhe ich, bis der verhaͤngnißvolle Zwillingsbruder dieſes gelben Blattes vor meinen Augen von der Flamme verzehrt iſt. Ei, mein junger Neffe, hoffnungsvoller Sproͤßling der ſchmaͤlichſten Meßalliance, von der ich gehort, Du wuͤr⸗ deſt ganz anders geredet haben, damals, als Du Dich erſt ſo ſchuͤchtern und dann ſo ungeberdig mir vorſtellteſt. und auch ich haͤtte anders geſprochen, haͤtte anders ſprechen