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zu pfeifen, nach deſſen Takte es ſich trefflich marſchiren ließ. Es war indeß immer dunkler geworden; während im Weſten der Himmel noch von langen, zackigen Pur⸗ purſtreifen durchfurcht war und die Anhoͤhen und Wipfel des fernen Waldes im fluͤſſigen Golde ſchwam⸗ men, oͤffnete auf der entgegengeſetzten Seite ein Stern⸗ chen nach dem andern ſein blinzelndes Strahlenauge und immer ſtaͤrker wurde die Lichtfulle des Mondes, der, ein blaſſer, einſamer Pilger, durch den wolkenloſen Aether wandelte. Mathias ſah ſeinen eigenen Schatten ſich in rieſenhafter Laͤnge uͤber den Wieſenplan hinſtrecken und horchte zum Erſtenmale jetzt dem leiſen Rauſchen des Nachtwindes, der in den Weiden und Erlenbuͤſchen fluͤſterte, welche in einzelnen Gruppen den Weg einfaß⸗ ten. Er maͤßigte ſeine Schritte, die den friſchen, wuͤr⸗ zigen Abendthau von den duftigen Roſen ſtreiften, und allmaͤlig, wie die Natur ringsum entſchlummerte, wurde es auch in ſeinem Innern ruhiger. Erſt jetzt gedachte er wieder ſeines Gefährten, der ihn ſo plotzlich und in ſichtlicher Aufregung verlaſſen hatte.„Ohne Zweifel iſt der Träumer geraden Weges nach dem Schloſſe gelau⸗ fen,“ murmelte er vor ſich hin und ſchuͤttelte bedenklich den Kopf.„In dem Augenblicke, als er bei der Nach⸗ richt von Lydias bevorſtehender Heirath wie ein Beſeſſe⸗ ner aufſprang und ſeine ſonſt ſo ſanften Augen wie ein Paar Feuerraͤder blitzten, iſt mir Manches klar geworden. Hm! war's doch auf ſeine Veranlaſſung, daß wir das


