Teil eines Werkes 
1. Theil (1848)
Entstehung
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ſticken muͤſſen! und gebunden haben ſie ihn, daß die Adern platzen moͤchten.

Es iſt unſer Kutſcher Stephan! ſagte der Graf nach einem Blicke auf den ungluͤcklichen Burſchen, den der Jaͤger ſogleich von dem tief in den Mund gerannten Knebel befreite, dann mit ſeinem kurzen Jagdmeſſer die Stricke entzweiſchnitt und dem Halbtodten auf die Beine half. Der aber war ſo ſchwach und kraftlos und voͤllig aller Beſinnung beraubt, daß er ſogleich wieder aͤchzend zuſammenſank.So geht's nicht; der arme Teufel iſt gar zu arg maltraitirt. Wir wollen ihn aufladen, und der Herr werden wol'n Uebriges thun und den Men⸗ ſchen in den Wagen nehmen, wenn's auch blos'n Kut⸗ ſcher iſt.

Damit nahm der Jaͤger den Bewußtloſen in den Arm und trug ihn ſo leicht und bequem durch die dunkle veroͤdete Gaſtſtube in den Hof, als ſei er nicht ſchwerer als ein Buͤndel Heu; dann lehnte er ihn auf den Ruͤck⸗ ſitz der Karoſſe, und waͤhrend der Graf und Lydia eben⸗ falls einſtiegen, eilte er nach dem Stalle und holte die Gaͤule heraus, die ruhig bei ihrer vollen Krippe ſtanden. Das iſt ein Gluͤck, murmelte er, waͤhrend er ſie her⸗ ausfuͤhrtehaͤtten ſie die mitgenommen, moͤchte es doch uͤbel ausſehen mit dem Entwiſchen; aber die Kerle waren Dummkoͤpfe und feige Memmen, fuͤr die Meiſter Dreibein noch viel zu reputirlich iſt. Nun thut Eure Schuldigkeit und laufet, was das Zeug haͤlt, wenn Ihr nicht wollt, daß ich die Peitſche an Euch zerſchlage;'s