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von ihnen gefuͤhlt, und in dem bei dieſer Gelegenheit gehaltenen Turnier ſich vor ſeiner Lanze ſo tief ge⸗ neigt hatten, daß ſie der Laͤnge nach den Sand maßen. Hans und Marie zogen nach ihrer Vermaͤhlung mit dem Bruder Baſil in das Falkenſteiner Thal zuruck, wo der Bau der Burg bereits begonnen und einen ſolchen Fortgang genommen hatte, daß ihm der junge Otto von Windeck mit ſeiner Gemahlin bald nach⸗ folgen konnte. Er vergaß nicht, unterwegs die Huͤtte wieder zu beſuchen, in welcher er nach dem Treffen bei Pfeddersheim Zuflucht gefunden, und den guten Bewohnern den ſeinetwegen erlittenen Verluſt reich⸗ lich zu erſetzen. Das nenvermaͤhlte Paar langte bald in dem Thale an, wo ſie ihre Kindheit verlebt, und ihre Liebe zu einander gefaßt hatten, an deren truͤbe Tage ſie ſich jetzt mit der Freude erinnerten, die ein dem Schiffbruch Entronnener fuͤhlt, wenn er an den grauſigen Sturm, der ihn zu verſchlingen drohte, denkt. Die Bauern nahmen ihren ehmaligen Hauptmann als ihren Herrn mit Freude auf, und ließen des Abends in dem Schloßhofe, wo ein Theil von ihnen reichlich bewirthet wurde, ihre junge Herrſchaft, die ihr druͤcken⸗ des Joch gelindert, unter aufrichtigen Gluͤckwuͤnſchen bei dem Klingen der Glaͤſer leben.
Falkenſteins Gebaͤude und Befeſtigungen waren bald wieder hergeſtellt, und man vergaß nicht, auch an der hintern Bergwand durch eine Mauer in Zukunft einen ähnlichen Ueberfall zu verhuͤten, als der war, wodurch unſer Held bei dem Sturm der Bauern auf die Veſte


