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Die Aufrührer : Eine Erzählung aus den Zeiten des Bauernkriegs / von Fr. Rother
Entstehung
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unſerer Kinder, mein alter Freund, ſagte er,denn mein Sohn Otto iſt es, der eure Tochter liebt. Er ſetzte dem Grafen kurz die Geſchichte auseinander, welcher erfreut dem jungen Windeck Gluͤck wuͤnſchte, und ihm ſelbſt ſeine Tochter zufuͤhrte. Baſil hatte indeſſen das gluckliche Ereigniß den Uebrigen mitgetheilt, welche an dem Schickſal unſeres Helden Antheil nahmen, und Alle bezeigten ihm ihre herzliche Freude.Gott ſey gedankt! ſagte der alte Hofer.Habe ich doch gleich gedacht, daß Franz nicht der Sohn eines niedri⸗ gen Mannes ſeyn konne.

Ach, jetzt wird er uns aber nicht mehr anſehen, ſagte die Frau, deren ſchwaches Gehoͤr mit vieler Muͤhe die Sache begriffen hatte; nietzt iſt er ein gnaͤdiger Herr geworden.

NRein, Mutter, ſagte der alte Hofer;das wird mein Franz nicht; er wird ſich erinnern, daß er meinen ehrlichen Namen gefuͤhrt hat, bis er ſeinen ei⸗ genen gefunden.

Auch irrte er ſich nicht. Denn ſowohl Otto ſelbſt als ſein Vater nahmen die alten Leute mit der Liebe auf, die ſie verdienten, und beſchloſſen ſie nach dem Schloſſe Windeck mitzunehmen, wohin die ganze Ge⸗ ſellſchaft, von der naturlich Hans mit ſeiner Braut nicht ausgeſchloſſen ward, Willens war aufzubrechen, ſobald unſeres Helden Wunde völlig geheilt ſey, um ei⸗ nen Ritt ohne Schmerzen aushalten zu können. Da dies hald der Fall war, ſo verließen ſie Worms in ei⸗ nem andern Aufzuge, als ſie es betraten; der Graf