jahrigen Praris gerettet habe. Ihr ſeyd ein junger Menſch; euch wird man ſchonen in Betracht eurer Ju⸗ gend, und es thaͤte mir von Herzen leid, wenn ich euch nicht auf dem Beine, das ich mit meiner Kunſt heilen werde, frei davon laufen ſehen ſollte.“
Mit dieſen Worten entfernte er ſich, und uͤberließ Hofern der Einſamkeit eines Kerkers und der quaͤlenden ungewißheit eines Schickſals, das in jeder Ruͤckſicht das ſchrecklichſte war, was einen Menſchen betreffen kann. In der Bluͤthe der Jugend ſollte Er, der durch⸗ aus an den Gräueln dieſes Aufſtandes keinen Antheil genymmen, dem vielmehr die Verhinderung der Grau⸗ ſamkeiten und die Milderung der Anmaßungen, wozu die Bauern von dem nebermuthe ihres erſien Gluͤcks erhoben worden, Hauptzweck bei ſeiner Anfuͤhrung ge⸗ weſen war, den ſchmaͤhlichen Tod der gemeinſten Ver⸗ brecher ſterben.„Warum habe ich die Streiche abge⸗ wehrt, die der wuͤthende Graf auf mich fuͤhrte?“ dachte er;„warum in der Schlacht den Tod vermie⸗ den? Ich waͤre ehrlich gefallen, und aus einer Welt geſchieden, in der ich mitten unter Menſchen, die die⸗ ſelbe Sprache reden, wie ich, als ein Fremdling ſiehe, bloß geliebt von einer Seele, die fuͤr mich verloren iſt. Hedwig!“ rief er aus,„Hedwig, du lebſt doch noch; dich den Bauern entriſſen zu haben, ſoll meinen Tod verſuͤßen, und wenn auch alle Menſchen mit Luſt mein Haupt fallen ſehen fuͤr Verbrechen, die ich nicht began⸗
gen, ſo wirſt du wenigſtens meinem Schickſal eine Thraͤne weihen!“ Er dachte ſeiner Eltern⸗ die viel⸗


