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Die Aufrührer : Eine Erzählung aus den Zeiten des Bauernkriegs / von Fr. Rother
Entstehung
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dem Herold fuͤhlte er auf einmal einen leiſen Stoß, und erblickte beim Umſehen das wohlbekannte Geſicht von Hans, der ihn freundlich anlaͤchelte.„Wo kommſt du her, Hans,“ fragte ihn Hofer begierig.

„Ich habe ench bei Falkenſtein geſucht, lieber Herr,“ erwiederte Hans,„und bin euch hierher nachgeeilt. Ach, wie ſieht das ſchoͤne Schloß jetzt aus! Was wird das Fraͤulein ſagen,—“

„Wo iſt Hedwig? Sprich, Hans!“ draͤngte ihn Hofer. „Doch was iſt das?“ rief er aus, als ſich ein Freuden⸗ geſchrei erhob.„Bei Gott! ſie haben den Herold ge⸗ todtet. Von edlem Unwillen fortgeriſſen ſprengte er auf Winzer los. Wir haben ſchon bemerkt, daß auf den Fall des Herolds der wuͤthende Angriff der Reiſi⸗ gen folgte, der das ganze Bauernheer auseinander warf. Von ſeinen Leuten getrennt ſammelte Hofer eine Schaar um ſich.„Zieht euch nach der Wagen⸗ burg zuruͤck!“ rief er ihnen ermunternd zu. Wenn ihr euch trennt, ſeyd ihr verloren!“ Der beftuͤrzte Haufe folgte ſeiner Ermahnung, und bahnte ſich unter Hofers entſchloſſener Anfuͤhrung ſeinen Weg durch das Getuͤmmel. Viele ſchloſſen ſich ihm an, und ge⸗ langten gluͤcklich bis zu dem Bache, der ſie von der Wagenburg trennte. Die meiſten Fluͤchtigen hatten ſich hieher gezogen, und der Eifer uͤber den Bach zu

ſetzen, erregte die größte Unordnung. Die enge Bruͤcke war mit Fliehenden bedeckt, die ſich einander draͤngten und hinderten, und Hofer konnte hier nicht hinuͤber. „Fort, fort!“ hoͤrte man viele Stimmen.„Alles iſt