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Die Aufrührer : Eine Erzählung aus den Zeiten des Bauernkriegs / von Fr. Rother
Entstehung
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will ich euch jetzt, da ihr unſer Hanptmann geworden ſeyd, vergelten. Seht, ich kann euch manche Dienſte thun, ich kann euer Pferd beſorgen.“—*

„Das ſollſt du, guter Burſche,“ ſagte Hofer,„und deine Dienſte ſollen nicht unbelohnt bleiben. Wie viel Pferde ſind im Dorfe?“

Es fanden ſich ſechs Pferde vor, und damit verſah Hofer außer Hans noch fuͤnf der ruͤſtigſten Burſche. ungeachtet ſeiner Anſtrengung, die er bei der Ausruͤ⸗ ſtung ſeiner Leute bewies, kam es ihm vor, als traue ihm Winzer nicht, und als ließe er ihn in dem Hauſe, wo er die Nacht zubrachte, bewachen. Franz ſiellte ſich aber, als merke er dies nicht, und legte ſich zur Ruhe. In der Stille der Nacht und ohne die Thaͤtigkeit, die bisher ſeine Gedanken beſchaͤftigt, uͤberließ er ſich dem Nachdenken uͤber ſeine Lage. Je mehr et ie betrach⸗ tete, deſto mehr verſchwand das Gehaͤſſige, was ihm Anfangs in den Worten:„Hauptmann von Auf⸗ ruͤhrern,“ gelegen, deſto mehr ſah er den Nutzen ein, den er in ſeiner neuen Wuͤrde leiſten konnte. Seinem Karakter fehlte es nicht an Kraft, und dieſe erwachte in ihrer ganzen Energie, da er ſich einem Manne gegen⸗ uͤber befand, dem er ſich oft widerſetzen mußte. Er gelobte ſich im Stillen, den Widerſtand gegen alle Grauſamkeiten deſſelben zu ſeinem Hauptbeſtreben zu machen. Und konnte der Gedanke, dem Grafen von Falkenſtein ſeine Haͤrte mit Edelmuth zu vergelten, anders, als ſchmeichelhaft fuͤr ihn ſeyn? Wenn das Volk ſeine Forderungen durchſetzte, wenn das Vor⸗