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Die Aufrührer : Eine Erzählung aus den Zeiten des Bauernkriegs / von Fr. Rother
Entstehung
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Knechtſchaft, und die Feinde vor euch herjagen, wie Spreu vor dem Winde. Denn fuͤrchtet euch nicht, daß ihr nicht angethan ſeyd mit Harniſchen und fleiſch⸗ licher Ruͤſtung, und daß ihrer mehr ſind denn eurer; waͤren ihrer gleich ſo viele, als des Sandes am Meere, ſo wird doch der Engel des Herrn vor euch herziehen, euch ſchuͤtzen mit ſeinem Schilde, und die Gottloſen ſchrecken.

Freiheit! Freiheit! riefen die Zuhorer, und die ruͤſtigen Eiſenſchmiede gaben ihren Muth durch die geballte Fauſt der nervigen Arme zu erkennen.

Wer erlaubte jenen Stolzen euch zu unterdruͤcken, und euch zu behandeln, wie das Vieh? eure Saaten mit ihren Pferden zu zertreten? Gott hat allen Nach⸗ kommen Adams die Erde gegeben, zum Wohnplatz, und Alles, was auf derſelben iſt, zum gemeinſchaftlichen Genuß.

Gleichheit! Nieder mit den Unterdruͤckern!« ſchollen viele Stimmen aus dem Haufen, und die Weiber wie⸗ derholten die Worte, und hoben ihre Kinder hoch in die Hoͤhe, um ihnen den gotterleuchteten Mann zu zeigen.

Die Stimme eures Elends iſt hinaufgedrungen zu dem Throne deſſen, vor dem kein Anſehn der Perſon gilt. Und er hat ſeine Propheten ausgeſandt, und ſie umguͤrtet mit dem Schwerte ſeines Grimmes, und ihnen befohlen zu ſchlagen und zu zerſtören. Denn es iſt der Tag der Rache des Herrn und das Jahr der Vergeltung!

Rache! Rachel bruͤllte der Haufen, und wilde Mord⸗ gier ſtrahlte aus allen Blicken. In dieſem Augenblicke