Mienen, in denen ſich Unzufriedenheit und Furcht in enger Miſchung ausſprach, und ergoſſen die durch die Erzaͤhlung aufgeregten Gefuͤhle in laute Ausrufungen, welche zugleich mit den frohen Toͤnen der harmloſen Jugend, die ſich auf dem gruͤnen Dorfplatze in un⸗ ſchuldigen Spielen ergötzte, wie das entfernte Rauſchen eines Baches in die Ohren Jörgs und ſeiner Gefaͤhr⸗ ten gedrungen waren, und die Hoffnung bei Niklas erregt hatten, daß endlich ſein lange gehegter Wunſch einer gewaltſamen Befreiung erfuͤllt ſey. Der Hauſi⸗ rer hatte ſo eben ſeine Erzaͤhlung geſchloſſen; Niklas aber erfuhr auf ſeine fürmiſchen Fragen den Inhalt derſelben, der ſich auf die Emporung und das Gluͤck der Bauern bezog. Schon laͤngſt ſtanden die Bauer⸗ ſchaften in Schwaben und Franken unter Waſfen, in Thuͤringen hatte der ſchwaͤrmeriſche Thomas Muͤnzer das Feuer des Aufruhrs erregt, und es hatte ſich bis in die Pfalz und auf das linke Rheinufer verbreitet. Die leuchtenden Flammen von Kloſtern und Schlöſſern zeigten in dieſen Gegenden die traurigen Folgen einer gereizten Rachſucht; jedoch bis in die Thäler des Don⸗ nersberges war noch nicht der Schall der Sturmglocken gedrungen, der den Landmann zur Vertheidigung ſei⸗ ner Rechte und zur Rache an ſeinen Unterdruͤckern rief⸗ obgleich die Unzufriedenheit hier eben ſo groß war, wie anderswo. Nur ein Anfuͤhrer fehlte, um auch in dieſen Thaͤlern dieſelben Seenen hervorzubringen, die außer⸗ halb derſelben ſtuͤrmten. Mit dem Wunſche einer bal⸗ digen Gelegenheit zum Aufftand trennten ſich die miß—
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Die Aufrührer : Eine Erzählung aus den Zeiten des Bauernkriegs / von Fr. Rother
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