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Die Aufrührer : Eine Erzählung aus den Zeiten des Bauernkriegs / von Fr. Rother
Entstehung
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ſichts! erwiederte Niklas.Sie mag ein Engel ſeyn, aber wenn ſie uns unſer Elend nicht lindern kann, ſo

ſoll der doch ich will nicht fluchen. Morgen iſt

Sonntag, da will ich beten, daß Gott uns bald einen Retter in dieſes Thal ſchickt, der uns von dem Joche hilft.

Sie waren indeſſen an einen Platz gekommen, wo

ſich der Berg an der einen Seite abflachte, und das Thal nicht ſo ſchroff begraͤnzte. Hier fuͤhrte ein Fahr⸗ weg auf die Felder. Sie blieben ſtehen, als ſie einen jungen Burſchen mit einem Pfluge dieſen Abhang her⸗ abkommen ſahen.

Euer Vetter, Michel, ſagte Jörge,pfeift auch nicht mehr ſo luſtig, als er ſonſt pflegte, wenn er an einem ſo ſchönen Abend nach Hauſe fuhr.

nHa! ha! der arme Hans! fiel Niklas ein,dem iſt das Pfeifen vergangen, ſeit ſeine Geliebte auf der Burg bei dem Fraͤulein iſt, und der Graf ihn fortge⸗ jagt hat, als er ſie beſucheß wollte.

Guten Abend, Hans! ſagte Michel, als der junge Bauer zu ihnen kam.Du haſt gutes Wetter zum Ackern.

Es ginge ſchon mit dem Wetter, Nachbar, er⸗ wiederte Hans,wenn nur der Boden beſſer waͤre. Das Bischen, was er hervorbringt, muͤſſen wir ja an

den Verwalter geben, und wenn der Paſtor Gott ſegne den frommen Mann wenn der Paſtor uns nicht den Zehnten erließe, was bliebe uns dann uͤbrig, als nach vieler Arbeit Hungers zu ſterben?