Erſtes Kapätel.
In einem der Thaͤler, die ſich an dem Fuß des Don⸗ nersbergs ausbreiten, lag die Burg Falt enſtein, der ſtolze Sitz eines alten edeln Geſchlechts, deſſen Name in den Geſchichten der Gegend und des Landes nicht unberuͤhmt iſt. Der jetzige Beſitzer war der letzte ſei⸗ nes Stammes, weil er nur eine einzige Tochter beſaß, aber er ſchien wuͤrdig, die alte Linie der Falkenſteiner zu ſchließen, die einige Jahrhunderte auf dieſer Burg gebauſt. Er war ein Mann von alter Sitte und dem Auslaͤndiſchen, was damals die Einfachheit der Deut⸗ ſchen zu untergraben begann, feind. In einer Zeit, wo ſchon die erweiterte Schiffahrt und der erweiterte Handel nach einem neuentdeckten Welttheil Luxusartikel nach Deutſchh achte, die bisher unbekannt gewe⸗ hum faſt eben ſo viel zu gelten an⸗ ſing, als Adeß und die Gelehrſamkeit in den da⸗ mals aufbluͤhenden Wiſſenſchaften zu gleichem Rang mit der Geburt erhob,— in dem Beginn der neuern Zeit alſo lebte Friedrich, Graf von Falkenſtein, noch eben ſo, wie ſeine Vorfahren in den Tagen der Kreuz⸗


