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In Mitten der Nordsee : Erzählung für die Jugend / von Marie Roskowska
Entstehung
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wie auf der andern, allein es gab dort eine Menge Sand⸗ bänke und Untiefen, von denen ein Fahrzeug nicht los⸗ kommen konnte, ſaß es einmal feſt.

Die Schafe wurden nun beſorgt und indeß nahm der Sturm mit furchtbarer Gewalt zu.

Herr Gott, Vater, ſieh nur! rief Maatje.

Die Ankerkette des Schiffes war gebrochen, das Tau mit dem zweiten Anker vermochte es nicht zu halten. Der Wind trieb das Fahrzeug der Hallig zu und es wurden auch noch alle Segel aufgeſetzt, damit es bald auf den Strand laufe; während es faſt die Nacht hindurch vor Anker lag, hatte der Schiffsboden viel heſtigere Stöße gegen den Meeresgrund bekommen, als er aushalten konnte. Die ge⸗ löſten Fugen zogen Waſſer und der Leck wurde bald ſo ſtark, daß die höchſte Gefahr für alle auf dem Schiff Befindlichen eintrat. Auf den Booten konnten ſie ſich nicht retten, die Wellen gingen zu hoch, es blieb alſo nur die Hoffnung zu ſtranden.

Mit der geſpannteſten Erwartung ſchauten die zwei auf der Hallig wohnenden Familien auf das gefährdete Schiff und wie lebhaft wünſchten ſie zu helfen! Aber das konnten ſie nicht, ja ſie vermochten nicht einmal ſich unter einander zu verſtändigen, denn ein ſchäumender Wogenſtreif befand ſich zwiſchen ihren Häuſern und Wind und Wellengebrauſe über⸗ tönte den Laut jeder menſchlichen Stimme. Sie winkten einander nur zu, um ſich ihre Theilnahme und Beſorgniß für das Schiff erkennen zu geben.

Der Sturm wurde immer heſtiger und trieb das Schiff geſchwind der kleinen Inſel zu. Sein Steuermann war in