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nach Hauſe.“ Niemand antwortete und befremdet ſah der Alte, daß das Schifflein verlaſſen war.„Sie ſind gegan⸗ gen, Gott gebe, daß ſie die Hallig erreichten!“ dachte er und eine bange Beſorgniß überkam ihn. Er war kein Freund des Schlicklaufens und wenn ſie nun der Nebel überraſcht hatte, ehe ſie das Land erreicht?
Mit kräftigen Ruderſchlägen trieb er ſein Fahrzeug nach
der Hallig. Der finkende Nebel geſtattete ihm, die Lichter zu
erkennen, welche ſeine und Rikmers Frau als Wegweiſer in die Fenſter geſtellt. Das Waſſer ſtand zwar noch niedrig, allein ſein Kahn ging auch ſehr flach.
Seine und Rikmer's Familie umringte ihn beim Landen. Ein Blick zeigte ihm, daß ſein Sohn und Rikmer nicht un⸗ ter ihnen waren, eine Frage brachte ihm die Antwort, ſie ſeien noch nicht zurückgekehrt, hätten beim Eintritt der Ebbe Anker geworfen. Das wußte er wohl, aber auch, daß ſie nicht im Boot geblieben waren.
Eine tödtliche Angſt ergriff ihn— doch theilte er den Frauen und Kindern nicht die entſetzliche Vermuthung mit, welche bei ihm ſchon zur Gewißheit geworden war. Mit jugendlicher Schnelligkeit ſprang er in ſein Fahrzeug zurück
und ruderte davon, indem er nur zurückrief: er wolle hinaus
den Erwarteten entgegen.
Ein Verſuch, die von der Fluth Ueberraſchten aufzuſu⸗ chen, ſchien ihm ganz vergeblich, denn ſie waren jetzt gewiß ſchon die Beute der See und dann, wohin ſollte er ſich wen⸗ den?— Welche Richtung hatten ſie eingeſchlagen, auf wel⸗ chem Punkt des Oceans waren ſie von den Wellen ereilt worden? Jeder Weg, welchen er einſchlug, konnte ja der


