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In Mitten der Nordsee : Erzählung für die Jugend / von Marie Roskowska
Entstehung
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27 Im Gegentheil, es ſteigerte ſein Glück, machte der erträumte Wald ihm auf dieſe Weiſe ſein Daſein fühlbar.

Heine ſpielte drinnen leiſe auf der Violine und einige Flie⸗ gen ſummten um den Buſch und den Träumer unter demſel ben; das war für Detlev das Gezwitſcher und der Geſang der Vögel, von dem ſein Vater geſprochen hatte, und eine ge⸗ raume Zeit verſtrich ihm in ſtiller Wonne, bis die wachen Träume allmälig zerrannen und die Einſamkeit und die Wärme ihn ſüß einzuſchläfern begann.

Detlev, was machſt du denn da! du bekommſt noch den Sonnenſtich! ſagte eine freundliche Kinderſtimme plötzlich.

Der kleine Träumer fuhr erſchrocken aus ſeinem Halb ſchlummer. Maatje ſtand vor ihm, in ihrem Sonntagsſtaat, eine noch ehrfurchtgebietendere Erſcheinung, als ſonſt für den armen Knaben. Blaue Strümpfe, einen geſtreiften Rock, ein grünes Mieder und ſeidenes Halstuch. Seine Muhme Meike hatte dieſe Sachen auch in der Lade, doch, um ſie zu ſchonen, legte ſie dieſe ſelten an.

Aber Maatjes Geſicht erſchien Detlev ſo zutrauener⸗ weckend, da er es jetzt nahe ſah, und dann war er auch ſo erfüllt von ſeiner Glückſeligkeit, daß er bald alle Schüchtern⸗ heit verlor und ihr offen und immer zutraulicher erzählte, was der Vater ihm vom Walde geſagt habe; daß er darum ſich unter den Buſch geſetzt und was er hier eben Wunder⸗ ſchönes gedacht hatte.

Das zehnjährige Mädchen hörte ihm aufmerkſam zu und ſteckte dann ſelber den Kopf ein wenig unter den Stachel⸗

beerſtrauch, der auch bei ihr in hohen Ehren ſtand, obgleich er keine Beeren trug. Hatte ja doch Niemand auf den Hal⸗

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