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Der Wald kam nicht aus Detlevs Sinn. Er hätte ihn gar zu gern einmal geſehen und auch darin geſchlafen— ſein Vater meinte ja, das ſei wunderſchön. Nachmittags, als der Vater ſein Schläſchen hielt, die Mutter und ihre Schweſter mit häuslichen Verrichtungen beſchäftigt waren, ging er hinaus und nach drüben. Von Hennekes war Nie⸗ mand draußen, denn es war ziemlich warm.
Lange ſtand der Knabe und ſchaute zu dem merkwürdi⸗ gen Stachelbeerbuſch empor, indem er ſich einen Wald vor⸗ zuſtellen ſuchte. Die Zweige bewegten ſich leiſe im Winde, ihm ſchien es, ſie winkten. Langſam und klopfenden Herzens erſtieg er die Werfte— jetzt ſtand er dicht am Ziel ſeiner Sehnſucht. Im nächſten Augenblick kauerte er auf der Erde und duckte ſeinen Kopf unter die grünen Zweige.
Je länger er ſo daſaß, deſto mehr verſchwand ſeine Ban⸗ gigkeit, man könne ihn überraſchen und fortjagen. Das unaufhörliche Eifern ſeines Vaters gegen Hennekes hatte ihm vor dieſen eine große Furcht eingeflößt. Dazu kam noch, daß ſie Alles viel ſchöner, beſſer, reinlicher hatten, wie ſeine Aeltern und obenein ganz unerhörte Herrlichkeiten. Sein Reſpect vor ihnen war daher ſehr groß und er bangte viel weniger vor dem Zorn ſeines Vaters, wie vor einem Blick des reichen Nachbars. Jetzt übte ſeine Umgebung und ſeine lebhafte Einbildungskraft jedoch einen ſo hohen Zauber auf ihn aus, daß jede Beſorgniß verſchwunden war.
Der tiefblaue, wolkenloſe Himmel ſpiegelte ſich in der See, die dadurch eine ſchönere Farbe erhielt, als die gewöhn⸗ liche; wo die Strahlen der Sonne auf die Häupter der klei⸗ nen, ſich leiſe kräuſelnden Wellen trafen, glitzerte und flim⸗
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