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wenn der Vater einmal nicht daheim war; oder zuweilen fuhr er mit dieſem auch nach einer nahen Halligen, und da⸗ bei handhabte er das Ruder ſchon ſo wacker, wie ein Er⸗ wachſener.
Seiner Schweſter Leben war noch einförmiger, nur ein⸗ mal hatte der Vater ſie nach Huſum mitgenommen, als er dort Wolle und Käſe verkaufte und die für den Hausbedarf nöthigen Einkäufe machte. Das Mädchen ging der Mutter fleißig zur Hand, oder ſpann mit der Großmutter. In den langen Winterabenden erhielten die Geſchwiſter vom Vater Unterricht im Leſen und Schreiben, wie in den Anfangs⸗ gründen des Rechnens, oder er erzählte den aufmerkſam Lau⸗ ſchenden etwas von den fremden Ländern, die er geſehen, von den fernen Meeren, die er befahren hatte. Es ſchadete nicht, wenn ſie dieſe oder jene Erzählung ſchon ein oder auch meh⸗ rere Mal vernommen hatten, ſie hörten ſie ſtets mit regem Intereſſe immer wieder von Neuem. Von einem Sonntag zum andern mußten ſie Bibelſprüche und Geſangbuchlieder lernen und ſetzten eine Ehre darein, ihre Aufgabe ſtets ohne Anſtoß herzuſagen. Dann lernte auch Heine von ſeinem Vater die Geige, ſo gut er ſie ſelber ſpielen konnte.
So eintönig dieſes Leben Manchen ſcheinen mag, die Zeit wurde den Halligbewohnern niemals lang. Die Aeltern waren bei ihrer Arbeit zufrieden, ließen ſich mit dem, was Gott ihnen gab, genügen und dankten ihm jeden Abend herz⸗ lich dafür, daß er ſie und die Ihrigen, wie ihr Haus und ihre Heerde beſchützt hatte. Der unruhige Sinn, der ſich in
einem einfachen, geregelten Leben gelangweilt fühlt, war ihnen
fremd, ſie begehrten nicht Luſtbarkeiten, ſehnten ſich nicht


