Erſtes Rapitel.
An der weſtlichen Küſte des Herzogthums Schleswig be⸗ finden ſich mehrere größere und kleinere Inſeln, die früher ſowohl unter einander, als mit dem feſten Lande zuſammen hingen. Die Nordſee hat hier eine große Strecke der Küſte ſo überſchwemmt, daß nur deren höchſten Punkte über den Meeresſpiegel emporragen. Noch immer fährt das Waſſer fort, ein Stück Land nach dem andern zu verſchlingen, wo daſſelbe nicht durch Deiche oder Dünen vor ſeiner Gewalt geſichert iſt. Das ſchleswigſche Ufer, wie auch manche der größeren Inſeln, iſt von künſtlichen Dämmen oder Deichen umgeben. Mit der größten Sorgfalt muß darauf geachtet werden, daß der geringſte Schaden an dieſen Dämmen ſo⸗ gleich ausgebeſſert wird, ſonſt könnte das Meer Striche des Feſtlandes oder die Inſel, auf der man ſorglos war, über⸗ fluthen. Dieſe Dämme gleichen den feſten Wällen, durch welche ſich ein bedrohtes Heer gegen ſeine Feinde verſchanzt, und hier gilt es ja auch einem furchtbaren, erbarmungsloſen
Feinde.
Andere Inſeln und viele Striche der Küſte ſind vor Ueberſchwemmungen durch Dünen geſchützt— Sandhügel,
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