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nahte ſchnell. Stanislaw hatte ſein Lager verlaſſen und ſich trotz aller Abmahnungen nach der Vorſtadt begeben, allein ſeine noch nicht geheilte Wunde machte es ihm un⸗ möglich, an dem Kampfe Theil zu nehmen. Er kehrte zu⸗ rück und brachte Grüße vom General und Bogumil, die Beide unverletzt und kampfesmuthig waren. Das beru⸗ higte die geängſtigten Frauen ein wenig und ſie begaben ſich etwas leichteren Herzens, als früher, zur Ruhe.
Einige Stunden nach Mitternacht ertönten die eine Zeitlang verſtummten Geſchütze mit verdoppelter Heftig⸗ keit. Bald kam ein Bote, der Frau Dziekonska benach⸗ richtigte, ihr Gatte ſei ſchwer verwundet in das Haus ei⸗ nes Bekannten geſchafft worden. Sie war augenblicklich bereit, zu ihm zu eilen, wollte aber Marynia nicht mit ſich nehmen.„Man kann nicht wiſſen, was geſchieht,“ ſagte ſie gepreßt.„Sollte Warſchau unvermuthet bedroht werden, dann begibſt Du Dich zur Gräfin Strzelno, Kind, da biſt Du ſicher!“
„O Mutter, Du wilſt doch nicht allein nach Pra⸗ ga?“ rief Marynia mit gefalteten Händen.„Der Vater ſtirbt, Du darfſt nicht verwehren, von ihm Abſchied zu nehmen, den letzten Lebenshauch von ſeinen Lippen zu küſſen. Soll ich denn Alle verlieren, ohne wenigſtens an einem Sterbebett zu ſtehen? Severin und Domenik und nun den Vater auch— nein, ich gehe mit!“


