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Polnische Mütter : historische Novelle / von M. Roskowska
Entstehung
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faſſung ein wenig die Rechte von Menſchen erhalten hatten. Sonſt ſah man hier den hohen, begüterten Adel neben dem armen Szlachiio und dem Abgeordneten der Städte; die Geiſtlichkeit neben dem Krieger, das arme Volk Warſchaus in der Nähe des feinen Herrn vom Hofe.

Aber nicht allein die vaterlandliebenden Söhne Po⸗ lens waren zahlreich vertreten; auch ſeine nicht minder vaterlandliebenden, und durch ihre Schönheit und An⸗ muth weltberühmten Töchter fehlten nicht. So tief er⸗ griffen die Meiſten von dem großen Augenblick waren, doch haftete manches Männerauge bewundernd an den blühen⸗ den Mädchen⸗ und Frauengeſichtern, deren Reize durch die Thräne der Begeiſterung und den Ausdruck des Ent⸗ zückens noch erhöht wurden.

Unter den Frauen und Töchtern von Senatoren und hohen Würdenträgern ſaßen auch die Gräfinnen Strzelno, Mutter und Tochter. Jene war mindeſtens vierzig Jahr und ihre Blüthezeit alſo längſt vorüber, doch zeigte ihr Geſicht noch immer genug Spuren der frühern, außer⸗ ordentlichen Schönheit, um ſogleich aufzufallen. Indeß machten die feinen, geiſtvollen Züge und die großen, klu⸗ gen Augen keinen ganz reinen, angenehmen Eindruck auf den unbefangenen Beobachter, obgleich die Gräfin bei ihren Bekannten und Freunden ſehr gern geſehen war und Jeden für ſich einzunehmen wußte, wenn ſie es be⸗