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Die Eroberung Nischnois : eine Erzählung für die Jugend und ihre Freunde / von Marie Roskowska
Entstehung
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127 Ruſſen ein. Pikankur und Lipacha kämpſten ſpäter auch tapfer gegen dieſe.

Feodor und Tſchekawa betrauerten ihre Freunde und namentlich Alexei und Aphaka ſehr ſchmerzlich, lebten ſonſt aber glücklich und zufrieden.

Kutſchiniz und ſeine Kinder befanden ſich auf den Inſeln auch ganz wohl.

Die Kurilen wehrten ſich muthig gegen die ruſſiſche Herrſchaft und wurden erſt nach vielen Jahren unterjocht.

Die Kamtſchadalen aber vermochten nichts mehr gegen die Koſaken, und ſogar die Anwohner des kuriliſchen Oſero mußten ſich unterwerfen. Sie verſuchten zwar einige Mal, ihre Ketten zn brechen, allein es gelang ihnen nicht; ſie waren nicht einig und durch ihre mangelhafte Bewaffnung, wie durch ihren unkriegeriſchen Charakter, zu ſehr im Nachtheil.

Uebrigens nahm ihre Zahl auffallend ab. Vierzig Jahre, nachdem die Koſaken auf die von Kontſchalo geſchilderte Weiſe in den Beſitz der Halbinſel gelangt waren, hatte dieſe nur noch 3000 Einwohner, kaum den zwölften Theil ihrer muthmaßlichen, frühern Bevölkerung.

Niſchnoi⸗Oſtrog wurde nicht wieder erbaut, ſondern wei⸗ ter abwärts am Kamtſchatka eine neue Niederlaſſung gegrün⸗ det, wo ſich die Ruſſen anſiedelten, welche dem Blutbade ent⸗ ronnen waren.

Auf kaiſerlichen Befehl ſollten die Kamtſchadalen gut und freundlich behandelt werden, dochGott iſt hoch und der Kaiſer weit! ſagt das Sprüchwort. Wir wollen zufrie⸗ den ſein, daß wir nicht zufällig grade dort geboren wurden.

Es kamen mehr ruſſiſche Anſiedler ins Land und einige