daß ihre Mutter in der brennenden Hütte ſei. Sie ließ eine Leiter herbeibringen und anlegen, doch in demſelben Augen⸗ blick ſtürzte das Gebäude zwiſchen den Pfählen, auf welchen es ruhte zuſammen, und begrub Diejenigen, welche noch nicht erſtickt waren, unter ſeinen qualmenden Trümmern.
Obgleich die Kamtſchadalen Sieger geblieben, verließen ſie doch das Dorf, denn in Kurzem hätte eine andere Abthei⸗ lung Koſaken ihre Kameraden blutig gerächt; ſie zogen Alle nach einer der kuriliſchen Inſeln.
Arem hatte ſich in dem Theil des Forts befunden, wel⸗ cher dem auffliegenden Pulverwagen am fernſten war. Die Exploſion warf ihn nieder, doch erhielt er keine erhebliche Verletzung und raffte ſich bald wieder auf. Es gelang ihm, den Ruſſen zu entkommen und ſich an den Haufen ſeiner Landsleute anzuſchließen, welcher das Kloſter zerſtört hatte. Er führte denſelben nach ſeinen Wohnort, wohin ein Theil der früheren Bewohner zurückgekehrt war, und ſie verſchanz⸗ ten ſich hier ſo gut wie möglich.
Die anrückenden Koſaken hatten einen ſchweren Stand vor dem ſtarkbefeſtigten und tapfer vertheidigten Oſtrog. Sie konnten ihn nicht einnehmen und holten endlich ein Ge⸗ ſchütz herbei. Erſt, als von den Bomben die Wälle und Hütten zerſtört und die Vertheidiger größtentheils getödtet oder verſtümmelt waren, gelang es den Koſaken, einzudrin⸗
gen. Die noch übrigen Kamtſchadalen, unter ihnen Arem, ſtarben mit den Waffen in der Hand.
Arems Kinder hatte Paſuitſch mit ſich genommen und hielt ſie wie Pikankur. Sie konnte ihre Verluſte nie ver⸗ ſchmerzen und flößte den Kindern tiefen Haß gegen die
—


