gen, weiter entfernt ſeien. Kontſchalo, welcher wegen ſeines Alters und Anſehns und ſeiner Erfahrung den Oberbefehl hatte, war zu ungeduldig und die Menge durch die Reden Arems und des alten Schamanen vom Kamtſchatskaia auf⸗ geregt. Der Ausbruch des Vulkans war das Zeichen der Empörung; dieſe aufzuſchieben, ſchien Allen unmöglich.
Alexei war ein Knabe und unbekannt; wer, außer ſei⸗ nen Freunden und Verwandten, ſollte auf ſeine Warnung achten, wenn erprobte und angeſehene Männer günſtigen Erfolg vorausſah'n? Dennoch ſetzte der ſechzehnjährige Knabe es durch, daß der Angriff nicht, wie gewöhnlich, plan⸗ und regellos ſtattfand. Die Kurilen, unter Feodors Leitung, umgingen den Oſtrog von einer Seite, Kosko mit ſeinen Lenten von der andern; Alexei nahm es auf ſich, mit einem Häuflein junger Männer, die ſich ihm freiwillig an⸗ ſchloſſen, den Ort im Rücken anzugreifen, während Kont⸗ ſchalo von vorn anrückte. Die anweſenden Frauen blieben mit einigen Leuten im Gebüſch zurück, um im ſchlimmſten Fall fliehen zu können.
Die Ruſſen waren völlig unvorbereitet, die Heftigkeit und Allgemeinheit des Angriffs überraſchte ſie und die Schießgewehre, welche die Kamtſchadalen einigen Koſaken abgenommen hatten, erſchreckten ſie, weil ſie nicht ſogleich die geringe Anzahl derſelben ſahen. Die Einwohner der Stadt flüchteten in das Fort und ſuchten ſich dort zu be⸗ haupten, allein nach verzweifeltem Widerſtande wurde es erſtürmt und jetzt begann ein fürchterliches Morden. Ver⸗ gebens ſuchte Alexei mit einigen der menſchlichern Itelme⸗ nen die Frauen und Kinder zu ſchützen, hatten ſie Einige


