41 erinnerte er ſich Kosko's. Der Tſchamſcha war nicht ſehr weit und hier waren ſie ſicher aufgehoben.
Kosko war zwar nicht zu Hauſe, ſondern grade mit Alerei und Feodor nach dem Oſernaia abgereiſt, als Arem in deſſen Oſtrog anlangte Allein Paſuitſch empfing ihn freundlich und verſprach ihm bereitwillig den kleinen Wai⸗ ſen ihre Mutter zu erſetzen.—
Arem hatte ſeine Reiſe glücklich zurückgelegt; nahe am Ziele und in dieſer Gegend ſchon von Alters her wohlbe⸗ kannt, ließ er in der Achtſamkeit auf ſeine Hunde nach und gab ſich den Gedanken an ſeine verſtorbenen Lieben, wie den Racheplänen gegen die Ruſſen hin. Seine Hunde machten ſich das zu Nutzen; wie immer, wenn ſie die Nähe menſch⸗ licher Wohnungen witterten, rannten ſie pfeilſchnell über Stock und Stein, bis der Schlitten umfiel und ſein Befitzer herausſtürzte. Sie liefen weiter und hielten erſt im nächſten Dorfe an.
Die auf Kamtſchatka übliche Dreſſur war Schuld an der Heimtücke der Hunde. Sie wurden nämlich, ſobald ſie ſehen konnten, mit der Mutter und ſpäter allein in eine Grube gethan, wo ſie reichlich ernährt wurden, doch weder Menſchen noch Thiere erblickten. Waren ſie ungefähr ein halbes Jahr alt, ſo wurden zwei von ihnen mit zwei alten Hunden an einen Schlitten geſpannt, nachdem ſie eine kurze Strecke gefahren, wurde jeder wieder in ſeine Grube gebracht und dies geſchah ſo lange, bis die Hunde des Ziehens ge⸗ wohnt waren und eine weite Reiſe gemacht hatten. Damits war ihr Exercitium beendet, ſie wurden unter den Balaganen angebunden und erhielten im Sommer ihre volle Freiheit.


