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Die Eroberung Nischnois : eine Erzählung für die Jugend und ihre Freunde / von Marie Roskowska
Entstehung
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Ich habe mir ein großes Loch in den Rock geriſſen, flickt es ordentlich, oder ich nehme den Kantſchuh! ſagte Einer.

Meine Stiefeln ſind entzwei, ſorgt dafür, daß ſie ganz gemacht und ordentlich getrocknet werden, oder ich werde es Euch lehren, Ihr Schurken! rief der Zweite.

Gebt mir ein Paar trockne Strümpfe! befahl der Dritte.

Auf die ſchüchtern ertheilte Antwort, ſie hätten keine Strümpfe, ſchimpfte er abſcheulich, ließ ſich dann aber die Füße mit Eheu umwickeln, wie das bei ihnen Sitte war, und fand es recht bequem und behaglich.

Sämmtliche Einwohner der Jurte waren mit dem größ⸗ ten Eifer um die Fremdlinge beſchäftigt, trockneten, reinigten und reparirten ihre Kleidungsſtücke, blieſen das Feuer an und trugen Speiſen herbei. Sogar der kleine Kranke wurde darüber vernachläſſigt. Dennoch waren die Koſaken nicht zufrieden, krittelten und mäkelten, ſchimpften und ſtießen diejenigen, welche in ihrer Nähe zu thun hatten.

Die Koſaken ließen die Bewohner der andern Jurten rufen und geboten ihnen, Fuchs⸗, Zobel- und Otterfelle für ſie bereit zu halten. Dann erklärte der Eine, Arem ſolle entrichten, was er ſeinem Freunde ſchulde; wo nicht, ſo würde er ſeine Frau und eine jüngere Schweſter derſelben an Zah⸗ lungsſtatt nehmen. Die beiden Andern verlangten auch, er ſolle ihnen Pelzwerk geben, ſonſt nähmen ſie die Mädchen und jungen Frauen mit. Vrem bot ihnen die Felle an, welche er beſaß und bat ſie in großer Angſt, ſich damit zu begnügen und Niemand zum Sklaven zu nehmen; die er⸗