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Alexei und Aphaka oder die Kamtschadalen / von Marie Roskowska
Entstehung
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Tempte mußte es büßen, daß Mntger getäuſcht, indem er bei ihrer Annäherung ſeine Barka in den Berg⸗ ſtrom geworfen und ſich als Gefangener geſtellt hatte. Gal⸗ gal ſowohl, als die Koſaken ſchlugen ihn auf eine unmenſch⸗ liche Weiſe, doch ertrug er die Mißhandlungen mit einer Standhaftigkeit, welche die Itelmenen in Erſtaunen ſetzte; nur als ihm die Perücke, dieſer Schmuck, auf den er ſich viel einbildete, vom Kopf geriſſen und ganz verdorben wurde, konnte er ſich nicht völlig beherrſchen.

Da er auf alle Fragen nach den Entwichenen ſchwieg und entſchloſſen war, eher unter ihren Händen zu ſterben, als Jene zu verrathen, und auch zum Gehn unfähig ſchien, wurde er auf einen Schlitten geworfen und Alle begaben ſich hier⸗ auf zu der Stelle, wo er gefangen worden. Nach langem Suchen fand man, in geringer Entfernung, hinter Klippen den Platz, wo die beiden Flüchtlinge geſeſſen hatten, und ver⸗ folgte die Fußtapfen eine kleine Strecke weiter.

Mit einem Mal ſtießen jedoch die Suchenden einen Ruf der Ueberraſchung oder der Wuth aus. Sie hatten die ſtar⸗ renden Felszacken, einen ſchmalen Ausläufer des Gebirges, durchſchritten und erblickten in dem Thale vor ſich neben Fuß⸗ tritten die Spur von Hunden und das Gleis eines Schlit⸗ tens, der wieder umgewendet hatte, nachdem er die Flücht⸗ linge aufgenommen. Die Spur war ſo friſch, daß der Schlitten noch ſehr nahe und alſo vielleicht zu erreichen ſein mußte, doch vorſpringende Berge entsogen ihn dem Auge.

An einem Strauch hing ein Handſchuh, der von den Rückenſtückchen kleiner Murmelthiere zierlich zuſammengefügt, wie von Vogelfedern gefertigk ausſah und hübſch leicht war,