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Frauen auf einige Wochen in's Gebirge, wo der Fang, be⸗ ſonders an Zobeln, viel ergiebiger war. Sie ſtellten theils, wie ſchon erwähnt, Fallen und Pfeile, theils bedienten ſie ſich zur Jagd abgerichteter Hunde. Der Ertrag war reichlich und das kam ſehr erwünſcht, denn die heidniſchen Kamtſcha⸗ dalen, welche der Segnungen des Chriſtenthums theilhaftig werden wollten, mußten dieſelben mit Biber⸗ Fuchs⸗ und Zobelfellen erkaufen. Die Eroberer Kamtſchatka's beher⸗ zigten nicht im Mindeſten das Wort:„Umſonſt habt ihr es empfangen, umſonſt ſollt ihr es auch geben.“
Es waren im Ganzen ungefähr funfzig Perſonen, die ſich mit dem größten Eifer zu der Fahrt nach Niſchnoi⸗Oſtrog rüſteten. Die Staatskleider wurden angethan, die beſten Hunde an die Schlitten geſpannt; nur Kosko ließ ſein ſchön⸗ ſtes Geſpann zurück.
Die Schlitten waren dem unebenen Boden wie den Kräf⸗ ten der Hunde völlig angemeſſen und wogen im Ganzen nicht über 16 Pfund. Das Obertheil beſtand aus einem Korb von gitterförmig zuſammengefügten Hölzchen, deren Zwiſchenräumen dicht mit Riemen durchflochten waren; das Untergeſtell war auch ſehr dünne und biegſam, dennoch, oder gerade deshalb, hielten die Schitten die ſtärkſten Stöße gegen Bäume und Klippen aus und geſchickten Führern paſſirte ſelten ein Unglück, obgleich Jemand, der nicht an dieſe Fahrt gewöhnt war, ſich nicht lange auf dem Schlitten erhalten konnte, wenn die Thiere ſich in Vewegung ſetzten und es pfeilſchnell über Stock und Stein ging. Das Riemenzeug der Hunde war gewöhnlich ſehr ſauber, mit bunten Haaren ausgenäht, wie auch mit Muſcheln und Perlen beſetzt.


