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mehr, wie die meiſten, auf Kamtſchatka befindlichen Ruſſen wußten, deren Religion größtentheils im Kreuzſchlagen, in dem Herſagen einiger Gebete und der Anrufung verſchiede⸗ ner Heiligen beſtand. Paſuitſch und ihr Mann waren ſchon durch den Umſtand für die chriſtliche Lehre ſehr eingenom⸗ men, daß ſie nicht, wie der einheimiſche Aberglaube, Diejeni⸗ gen für dem Tode verfallen erklärte, welche zufällig ins Waſſer geſtürzt waren; überdieß ließ ſie ihr eigener, für Itelmenen ungewöhnlich ſcharfer Verſtand ſogleich die Un⸗ haltbarkeit ihrer bisherigen Irrthümer erkennen, ſobald ſie darauf aufmerkſam gemacht wurden.
Aphaka, die der Liebling des Hauſes war und deren Meinung bei der oft übergroßen Nachſicht, welche die Kamt⸗ ſchadalen ihren Kindern bewieſen, ſtets in Betracht kam, war natürlich zu Allem bereit, was Alexei für gut hielt und Tſchekawa wie ihr Vater machten auch keine Einwendung gegen die Taufe. Der Letztere war einſt ein rüſtiger, junger Mann geweſen, jetzt aber etwas fett und träge geworden. Er verrichtete die niedrigſten Arbeiten des Haushalts und that Alles, was von ihm verlangt wurde, wenn er ſich dabei nur nicht übereilen durfte und ſpäter den wärmſten Platz am Heerde und das fetteſte Stück Fiſch erhielt.
Nur die Großmutter wollte für ihre Perſon nichts vom Chriſtenthum wiſſen und erwiederte auf Zureden und Ver⸗ nunſtgründe ſtets dieſelben Worte:„Wenn ich mich taufen ließe, müßte ich in den Himmel und ich begreife nicht, wie das geſchehen ſoll, auch iſt es mir viel zu hochmüthig, da hinauf zu gehn. Ihr könnt ruſſiſch oder chriſtlich werden, ſo viel ihr wollt, ich aber bin eine alte, einfältige Fru; ich will
Alexei und Aphaka.


