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Das Hünengrab : historische Erzählung / von Otto Roquette
Entstehung
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bewogen, endlich nach Hohenſyburg zurück, um dort auf künftige günſtigere Zeiten zu harren. Er verſchmähte es, einem Kaiſer, wie Lothar, zu dienen, der durch Schwäche die Ehre des deutſchen Thrones ſchändete und ſich zum Lehnsmann des Papſtes machen ließ.

Sechs Jahre hatte Richard in der Zurück⸗ gezogenheit, wiewohl nie unthätig, gelebt, als ihn die öffentlichen Angelegenheiten und zwar diesmal mit mehr Erfolg zu beſchäftigen began⸗ nen. Nach Lothars Tode nämlich wurde Konrad von Hohenſtaufen nun wirklich zum Kaiſer ge⸗ wählt, und mit ihm beſtieg das größte, genialſte und glorreichſte Kaiſergeſchlecht den deutſchen Thron.

Adalbert von Mainz, der alte Kirchenwolf, war zwar geſtorben, aber neue Feinde traten den Hohenſtaufen in dem Geſchlechte der Welfen ent⸗ gegen, und begannen einen Kampf, welcher zwi⸗ ſchen dieſen beiden Geſchlechtern ſich durch Jahr⸗ hunderte ziehen ſollte. Die Welfen hatten ſich nicht weniger Hoffnung auf die Krone gemacht,

als Konrad. Heinrich der Stolze von Sachſen